LUDWIG CHARTS



LUDWIG CHARTS, die 16.! – da wird einem ganz struwwelig!

 

Leise verklingen die letzten Tonaufnahmen der Eindrücke, die die Kinder vor den Sommerferien in der LUDWIGGALERIE gesammelt haben – und schon geht es wieder rund in jenem Museum, in dem Kinderlachen und forschende Fragen am liebsten gehört werden. Eine neue Staffel der LUDWIG CHARTS steht an. Dieses Mal zur Ausstellung „Der Struwwelpeter – Zappel-Philipp, Paulinchen und Hanns Guck-in-die-Luft zwischen Faszination und Kinderschreck von Hoffmann bis Böhmermann“.

 

Grund genug, um die legendären Geschichten erneut mit Kinderaugen zu betrachten. Und genau das tun die Kids der Oberhausener Falkensteinschule im Rahmen der LUDWIG CHARTS nun. Unvoreingenommen, frech und mit allen Sinnen.

 

14 Kinder nehmen dieses Mal teil. "Die Begeisterung der Kids war so groß, dass wir leider einige auf die kommende Staffel vertrösten mussten", berichtet Ursula Bendorf-Depenbrock mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Für alle, die einen Platz in dem beliebten Kinder- und Jugendprojekt ergattern konnten, geht es nun mit ganz viel Aufregung und Vorfreude los.

 

Warum ist der Struwwelpeter eigentlich so berühmt? Wer hatte eigentlich im Dunkeln nicht heimlich Angst um seinen Daumen, nachdem die Eltern schon lange aus dem Raum waren? Geht es den Kindern von heute noch genauso, wenn sie die vielen Bilder in der Ausstellung sehen?

„Das wird ein ganz spannendes Thema!“, freut sich Museumspädagogin und Projektleiterin Ursula Bendorf-Depenbrock. „Wir wollen herausfinden, wer die Geschichten überhaupt noch kennt. Aber auch, welchen Eindruck die Exponate auf die Kinder haben. Was sie verspüren, sehen und wahrnehmen.“

 

Ihre Kollegin Sabine Falkenbach stimmt zu. „Farben, Gesten und Emotionen spielen eine große Rolle. Fast jeder Erwachsene erinnert sich noch an seine eigenen Gedanken und Gefühle zu dem Buch. Es war diese Mischung aus Furcht, Neugier und dem Halbwissen, dass diese Geschichten ja bloß Märchen sind – aber dennoch manchmal so real zu sein schienen.“

Die Schülerinnen und Schüler der Falkensteinschule sind zwischen 9 und 10 Jahren alt. Mit den LUDWIG CHARTS lernen sie die Ausstellung auf einem absolut nicht-klassischen Weg kennen. Statt eines Vortrags oder Rundgangs sind die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Sinneskarten in der LUDWIGGALERIE unterwegs. Diese gestalten sie mit ihren ganz persönlichen und ungefilterten Eindrücken.

 

Auf diesem Wege bestimmt am Ende jedes Kind seine zehn Favoriten aus allen Exponaten der Ausstellung. Und dann heißt es: Kompromisse finden.

„Denn Ziel ist es, dass sich die gesamte Gruppe auf ihre gemeinsamen TOP 10 einigt“, fügt Ursula Bendorf-Depenbrock spitzbübisch hinzu und wirkt dabei ein wenig wie eine Figur, die dem Struwwelpeter entsprungen sein könnte.

So schlimm ist es aber natürlich nicht, denn die Museumspädagoginnen unterstützen die jungen Kunstfreunde mit großem Enthusiasmus bei sämtlichen Fragen und Problemen. Außerdem lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in professionellen Körper- und Sprechtrainings, wie sie ihre auserwählten Werke später selbstbewusst einem breiten Publikum vorstellen.

„Vielleicht verraten wir noch nicht, wie viele Leute tatsächlich zur Abschlusspräsentation kommen werden“, gibt Sabine Falkenbach augenzwinkernd zu bedenken. Denn zum Abschluss der LUWIG CHARTS zur vergangenen Ausstellung BRITISH POP ART (Link setzen: http://ludwiggalerie.blogspot.com/2019/04/besucherrekord-beatles-und-bunte-pop.html) gab es einen Besucherrekord und kaum noch ein Durchkommen in den Räumen der LUDWIGGALERIE.

 

Die Präsentation zur aktuellen Ausstellung „Struwwelpeter“ findet am Freitag, 13. Dezember 2019, um 15:30 Uhr im Foyer der LUDWIGGALERIE statt.

 

Neben der Ausstellung erkunden die Kinder auch das Museumsgebäude und die Umgebung des Schlosshofs und Kaisergartens mit vielen öffentlichen Kunstwerken. Dort wird dann zwischen Herbstlaub und Eichhörnchen kräftig gemalt, gezeichnet und fotografiert. „Wir möchten, dass die Kids nicht nur die Kunst selbst, sondern auch das Museum, seinen Standort und die gesamte Atmosphäre erleben und begreifen“, erklärt Ursula Bendorf-Depenbrock.

 

Schon seit Herbst 2013 ist die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen Partner im Programm „Von uns – für uns! Die Museen unserer Stadt entdeckt“ des Deutschen Museumsbundes. Mit ihrer Idee der LUDWIG CHARTS sicherten sich die Leiterinnen Ursula Bendorf-Depenbrock und Sabine Falkenbach die volle Förderung bis Ende 2019. Der Deutsche Museumsbund führt das Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch.

 

Das Format LUDWIG CHARTS mit der Erstellung der eigenen TOP TEN ist auch Bestandteil des buchbaren museumspädagogischen Angebots für andere Schulen und Klassen jeden Alters.





Kontakt

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Konrad-Adenauer-Allee 46

46049 Oberhausen

Tel 0208 4124928

Fax 0208 4124913


ludwiggalerie@oberhausen.de