Großes Schloss (Aktuell)



UNVERÖFFENTLICHT – Die Comicszene packt aus!

Strips and Stories – von Wilhelm Busch bis Flix

03.10.2021 bis 16.01.2022

 

Über 50 ComiczeichnerInnen aus dem deutschsprachigen Raum öffnen ihre Schubladen und gewähren Einblick in bisher unveröffentlichtes Material. In der Ausstellung lassen sich etwa 300 Rahmen mit 500 Zeichnungen entdecken, die noch niemand zuvor gesehen hat! Dabei treffen NewcomerInnen auf namhafte und berühmte ZeichnerInnen und verdeutlichen: Sie alle haben Projekte, die bisher unvollendet geblieben sind. Manche wurden vom Verlag abgelehnt oder gar zensiert. Manchmal fehlten Zeit und Muße, um Projektideen und Herzensangelegenheiten bis zur Vollendung nachzugehen. Andere Geschichten hingegen sind fertiggestellt und liegen bereit, um in hohen Auflagen gedruckt zu werden…

 

Ein Großteil dieser ambitionierten Projekte sind frei entstandene Zeichnungen und Geschichten, die aufgrund ihrer Ungebundenheit von AuftraggeberInnen die Handschrift der jeweiligen KünstlerInnen in hohem Maße veranschaulichen. Zugleich ergibt sich in dieser Zusammenstellung aus unterschiedlichen Comicgenres, Zeichenstilen und Strömungen ein aufschlussreicher Überblick über die deutschsprachige Comicgeschichte. Historische Originale wie posthum veröffentlichte Bildgeschichten des Comicvorreiters Wilhelm Busch stellen frühe Beispiele sequentieller Kunst dar. Erich Ohsers Zeichnungen aus den 1930er Jahren verweisen auf den schwierigen Stand des Comics in dieser Zeit. Unveröffentlichte Blätter von wichtigen Pionieren, wie Willi Kohlhoff und Hansrudi Wäscher verbildlichen den Durchbruch der kleinen Hefte in den 1950er Jahren und bahnen den Weg für Comicgrößen wie Isabel Kreitz, Ulli Lust und Ralf König. Brösels Werner liefert das massentaugliche Entertainment der 1990er Jahre.

 

Die Vielfalt mit der sich die heutige Comicszene präsentiert lässt Gattungen, Genres, Stile und Veröffentlichungsmethoden verschwimmen. Es muss keine Grenzen geben und auch die Inhalte lassen sich nicht mehr in festen Kategorien wie Action, Fantasy oder Western fassen. Matthias Schultheiss zeichnet ein großformatiges Porträt von Adolf Hitler im Ersten Weltkrieg, während Sheree Domingo Fragen nach Geneditierung und Klimaschutz aufwirft. Goethes Faust erfährt durch Atak und Fil bildlich wie sprachlich eine völlig neue Ausdrucksweise und Nicolas Mahler führt unsere Kommentarfunktionsgesellschaft mit einer humorvollen Serie ad absurdum. Die Ausstellung präsentiert Schätze, die zum Teil seit Jahrzehnten unter der Oberfläche der deutschsprachigen Comicszene liegen. Entdecken Sie verborgene Meisterwerke, die eine kleine Geschichte des Comics und eine kleine Geschichte der Welt erzählen!

Der Schmerz des Vaters? Die Trinitarische Pietà zwischen Gotik und Barock

Zu einer Skulptur aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig

26.09.2021 bis 09.01.2022

 

Ausgangspunkt für die thematische Einraum-Schau zum Bildmotiv der Trinitarischen Pietà in der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen, die anschließend auch im Suermondt-Ludwig-Museum Aachen gezeigt wird, sind fünf spätmittelalterliche Skulpturen aus dem Aachener Museum. Unter diesen befindet sich ein schwäbisches Stück aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig, das mit der großen Stiftung 1977 in die Städtische Aachener Sammlung übergegangen ist. Erstmals werden diese Skulptur und ihr besonderes Bildthema in den Fokus gerückt und in ihrem ikonografischen Kontext diskutiert. Mit dem Motiv der Trinitarischen Pietà ist das Bild Gottvaters gemeint, der den Leichnam seines Sohnes bzw. den lebend-toten Schmerzensmann dem Betrachter präsentiert. Zu diesem Bildtypus gehört thematisch auch die Geisttaube, die sich jedoch bei etlichen Bildwerken nicht erhalten hat. Diese Ausprägung des Trinitätsbildes ist im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit häufig in Skulptur, Tafel- und Buchmalerei, aber auch in der Grafik anzutreffen.

 

Eine umfassende Darstellung zur Trinitarischen Pietà fehlt bislang. Auch hat es bisher noch keine Ausstellung zu dieser Thematik gegeben.

 

In dem wissenschaftlichen Essay "Trinitarische Pietà – Ein spätmittelalterliches Bildkonzept und sein Fortwirken im Kontext von Reformation und Katholischer Reform" von Dr. Dagmar Preising wird die Geschichte dieses Bildmotivs in Malerei, Skulptur und Grafik nachgezeichnet, wobei zahlreiche, auch weniger bekannte Stücke zusammengestellt werden. Diese werden nach Typen klassifiziert. Über die Gruppierung der Beispiele hinaus gilt es, den ikonografischen und funktionalen Kontext dieser Trinitätsdarstellungen herauszustellen. Ebenso wird die Bedeutung der Trinitarischen Pietà im Rahmen von Passionsmystik und Sakramentskult des späten Mittelalters dargelegt und darüber hinaus ein Blick auf Reformation und Gegenreformation geworfen. Auch die für diesen Bildtyp gängigen alternativen Begriffe wie Gnadenstuhl und Notgottes werden diskutiert. In dieser Ausstellung bildet die Skulptur aus der Sammlung Ludwig das Zentrum. Um diese werden andere Darstellungen der Trinitarischen Pietà sowie Stücke mit eng verwandten Bildsujets, wie dem sogenannten Gnadenstuhl mit Gottvater, der das Kruzifix hält, oder der Engelpietà gruppiert. Es wird die Aktualität der trinitarischen Bildthematik im 15. und 16. Jahrhundert verdeutlicht sowie ihr Weiterleben im Barock visualisiert.


Kleines Schloss (Aktuell)



WOW! – Made in OB

Der Arbeitskreis Oberhausener Künstler stellt aus

10.10.2021 bis 09.01.2022

 

Unter diesem Titel präsentieren Oberhausener Kunstschaffende ihre Arbeiten im Kleinen Schloss der LUDWIGGALERIE. Der Arbeitskreis Oberhausener Künstler (AOK) setzt mit dieser Ausstellung eine erfolgreiche Tradition fort – alle 2 Jahre gibt die LUDWIGGALERIE dem Arbeitskreis die Möglichkeit, das künstlerische Werk Oberhausener Kreativer in seinen Räumen zu präsentieren, so auch 2021.

 

Zahlreiche Künstler:innen, die in Oberhausen und den angrenzenden Städten arbeiten bzw. wohnen haben sich im Frühjahr beworben, eine Jury hat hieraus 44 Teilnehmer:innen ausgewählt. Diese präsentieren nunmehr mit Malerei, Fotografie, Objektarbeiten, Skulpturen und Video eine breite Palette künstlerischen Schaffens in der Region. Alle ausgewählten Arbeiten sind in den Jahren 2019 – 2021 entstanden.

 

Ergänzt wird die Ausstellung durch ein begleitendes Rahmenprogramm. Künstler:innen des Arbeitskreises präsentieren sich an 5 Terminen parallel zur Ausstellung in Performance, Künstlergespräch, Kurzfilmbeiträgen und Musique expérimentale.

 

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:

 

Jan Arlt | Robert Bosshard | Gabriele Fengels | Manfred Gliedt | Ingrid Handzlik | Harry Hemmers | Klaus Heuermann | Michael Houx | Hildegard Hugo | Martin Huhn | Helga Hütten | Karl Joliet | Klaus Jost | Helmut Junge | K&K Kelbassa’s Panoptikum | Simone Kamm | Wolfgang Kleinöder | Helmut Kottkamp | Marayle Küpper | Petra Leipold | Rüdiger Marquitan | Brigitte Münch | Georg Overkamp | Sven Piayda | Oliver Pietern | Burkhard Recnik | Klaus Reimer | Jörg Rosendal | Angela Schäfer | Dorothea Schaller | Nicole Schillings | Günter-M. Schirmer | Karl-Heinz Schlüßler | Iris Schnaitmann | Hans Schroer | Cornelia Schweinoch-Kröning | Marion Simmberg | Agnieszka Smuda | Edelgard Stryzewski-Dullien | Nicole Tenge | Jutta Veerbeck | Ulla Vondung | Wilfried Weiss | Bärbel Weniger | Erika Wobser

Kontakt

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