Vorschau



Vernissage: Samstag, 23. September 2017, 19 Uhr

Mordillo

The Very Optimistic Pessimist

24. September 2017 bis Januar 2018

 

Wer kennt sie nicht, die wortlosen Knollennasen, die mit Mimik, Gestik und Interaktion mit ihrem Umfeld so viel zu erzählen wissen. Guillermo Mordillo, 1932 in Buenos Aires geboren, setzt seine kugeligen Figuren seit Jahrzehnten pointiert ins Bild und fächert die Themen dabei weit auf: Menschen mit ihren kleinen Besonderheiten werden liebevoll in Szene gesetzt, die Liebe mit ihren Irrungen und Wirrungen, Tiere mit menschlichen Eigenschaften, Fußball und Golf sowie politische Motive finden Einzug in die oft surrealen Welten des Zeichners.

Nicht vordergründig und doch schnell erfassbar laden seine liebenswürdigen Protagonisten zum Schmunzeln ein und lassen ebenso oft eine tiefere inhaltliche Bedeutung erkennen. In seinen Bildern bringt er nicht nur ungleiche Dinge auf surreale Art und Weise in Einklang, sondern lässt seine Figuren mit Leichtigkeit große und kleine Hindernisse des Alltags meistern. Frei nach seinem Ausspruch „Humor ist der Geist, der inmitten des ewigen Lebenstanzes Pirouetten dreht“, verkehrt Mordillo mit eben diesem Humor Weltschmerz und Melancholie in Gegensätzliches und bietet den Betrachtern dadurch die Möglichkeit, dem Pessimismus des Alltags mit Optimismus entgegenzutreten. In seinen oft zugleich tiefgründigen wie lustigen Zeichnungen erzählt er kleine Geschichten aus dem Leben und kommt dabei ganz ohne Worte aus.

Über 150 seiner selten gezeigten Originale sind in der Ausstellung vereint und geben Einblick in das Werk des international tätigen und mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Künstlers. Bilder aus Schaffensphasen in Buenos Aires, Lima, New York, Paris und Monaco bieten einen Überblick über sein vielfältiges Werk.

Zum ersten Mal seit 25 Jahren zeigt eine umfassende Ausstellung in einem deutschen Museum eine retrospektive Auswahl seiner Originale. Neben frühen Schwarz-Weiß-Zeichnungen halten vor allem zahlreiche aktuelle bunte Bildwelten Einzug in die LUDWIGGALERIE. Dschungel, einsame Insel, Piratenschiff und Großstadt warten darauf, entdeckt zu werden!

 

Die Ausstellung wird gefördert durch die Peter und Irene Ludwig Stiftung und WDR 3.

In Kooperation mit dem Karikaturmuseum Krems und Guillermo Mordillo.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Linda Schmitz und Christine Vogt.

 

Vernissage: Samstag, den 20. Januar 2018 um 19 Uhr

Shoot! Shoot! Shoot!
Fotografien der 60er und 70er Jahre aus der Nicola Erni Collection

21. Januar bis 27. Mai 2018

 

Brigitte Bardot mit blonder Mähne, Yves Saint-Laurent nackt und Mick Jagger mit Pelzkapuze: Ikonen der Film-, Mode- und Musikszene, fotografiert von Superstars wie Richard Avedon, Bert Stern oder Helmut Newton, lassen in der LUDWIGGALERIE das Lebensgefühl der 1960er und -70er Jahre aufleben.
Die schwarz-weißen Fotografien entwickeln auf farbigen Museumswänden eine besondere Strahlkraft. Party und Politik, Mode und Musik, Kunst und Körperkult werden unter anderem durch Warhols Factory und die dort vertretene New Yorker Szene ins Bild gesetzt.
Die Beatles, ausgelassen bei einer Kissenschlacht, Twiggy als neues androgynes Supermodel und die Stars aus Hollywood spiegeln in eindrucksvollen Porträts bedeutende Momente der Zeit.
Über 200 Fotografien aus der Schweizer Nicola Erni Collection versammeln das Who is Who der Celebrity-Gesellschaft. In ihrem Ausdruck von Kult um die eigene Person, Sinnenfreude und Hingabe an den Moment üben die Fotografien eine ungebrochene Faszination aus.

 

Konzept der Ausstellung: Sammlung Fotografie/Münchner Stadtmuseum.
In Zusammenarbeit mit der Nicola Erni Collection und Ira Stehmann.

Vernissage: Samstag, 9. Juni 2018, 19 Uhr

Fix und Foxi
Rolf Kauka, der deutsche Walt Disney,
und seine Kultfüchse

10. Juni bis 9. September 2018


Im Oktober 1953 startet das deutsche Pendant zu Micky Maus seinen Siegeszug. Schnell erhalten Fix und Foxi ein eigenes Magazin und ein munteres Umfeld mit Oma Eusebia, Lupinchen, Onkel Fax oder dem Raben Knox. Vor allem Lupo avanciert zum heimlichen Star. Rolf Kauka hat ein ganzes Imperium mit eigenen Figuren für den hiesigen Markt erdacht. Dass diese bis heute aktuell sind – kunterbunter Spaß für Klein und Groß – spricht für Qualität und Weitblick.
Wie Disney zeichnet er die Figuren nicht selbst, sondern beschäftigt eine ganze Gruppe von Zeichnern, die unter der Trademark Kauka subsumiert werden. Ab den 1960er Jahren kommen dann die frankobelgischen Lizenzserien wie Gaston oder Die Schlümpfe, Lucky Luke, Spirou oder Fantasio über die Fix und Foxi-Hefte nach Deutschland. Der Einfluss, den Rolf Kauka hier auf die Comic-Entwicklung ausübt, ist wohl kaum zu überschätzen.
Die Ausstellung zeigt den Kosmos von Rolf Kauka (1917–2000) in originalen Zeichnungen, Entwürfen, Dokumenten, zeitgenössischen Heften, kurzen Filmen und vielem mehr. Der Nachlass Kaukas wurde 2014 von Dr. Stefan Piëch und seinem Unternehmen Your Family Entertainment übernommen. Aus diesem gewaltigen Schatz stammen die bisher kaum gezeigten Exponate.

Vernissage: Samstag, 22. September 2018, 19 Uhr

DIE GESTE
Kunst zwischen Jubel, Dank und Nachdenklichkeit
Meisterwerke aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig

zum 20-jährigen Bestehen der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen
23. September 2018 bis 13. Januar 2019


Die LUDWIGGALERIE wird 20 und feiert diese runde Zahl mit einer großen Themenausstellung. Dass die Kunst zu allen Zeiten und in allen Kulturen die Geste als eines der wichtigsten Ausdrucksmittel ansah, wusste schon Leonardo da Vinci: Die Kunst sei eine „stumme“ Dichtung. Gesichtsausdruck, Körperhaltung und Gesten ersetzen die Worte, die nonverbale Kommunikation ist zentral für das grundsätzliche Miteinander. Gesten sind das allgemeine Verständigungsmittel, auch und gerade über Sprachgrenzen hinaus.
Die namensgebenden Sammler der LUDWIGGALERIE, das Aachener Ehepaar Peter und Irene Ludwig, haben in ihrer umfassenden Kunstkollektion Werke von der Antike bis heute, von präkolumbianischer Kunst bis zum europäischen Mittelalter, von Kuba bis Bukarest, von Picasso bis zur russischen Avantgarde zusammengetragen. Seit der Neueröffnung der ehemals Städtischen Galerie als Ausstellungshaus unter dem Qualitätssiegel LUDWIGGALERIE sind immer wieder große Ausstellungen aus den Beständen gezeigt worden. Die Geste des Dankes ist hier sicherlich angemessen, aber auch die Spannung zwischen Jubel und Nachdenklichkeit.

Kleines Schloss




Vernissage: Sonntag, 8. Oktober 2017, 11 Uhr

Die Sammlung O.  

Alte und neue Schätze aus dem Kunstbesitz der Stadt Oberhausen

8. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018

 

Die ungewöhnliche und heterogene Sammlung der ehemals Städtischen Galerie setzt sich sowohl aus Gemälden und Kleinskulpturen, als auch aus erlesenen grafischen Blättern vom Mittelalter bis heute zusammen. Dabei spiegelt der hiesige Kunstbesitz ein Stück der Sammlungsgeschichte und der Sammlungsmöglichkeiten des (industriellen) Ruhrgebiets in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts wider. Als erste Galerie im Revier nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 eröffnet, wird die Sammlung durch Erwerbungen der Museumsdirektoren geprägt und durch Schenkungen bereichert. Große Namen wie Hans Arp und Picasso begegnen hier Künstlern aus der Region und verweisen, gekonnt in Szene gesetzt, auf die Vielfalt der Sammlung.

Seit 1963 beherbergt die städtische Sammlung einen bedeutenden Teil aus dem Nachlass des Kölner Sammlers Kasimir Hagen. Auch die Sammlung Rolf Jäger ging als Schenkung in den Oberhausener Kunstbesitz auf.

In der vergleichsweise kurzen Sammlungsgeschichte wurde für die Stadt Oberhausen eine durchmischte Kollektion zusammengetragen, die Hochwertiges und Kurioses vereint. Es ist die zeitliche und mediale Breite, die diesen Bestand sehenswert macht.

In den letzten Jahren konnte die Sammlung durch die Unterstützung des Freundeskreises der LUDWIGGALERIE und durch private Patenschaften erweitert und ergänzt werden. Auch Restaurierungen waren durch dieses Engagement möglich. Durch den jüngst erworbenen Nachlass des Oberhausener Fotografen Rudolf Holtappel kommt dem Kunstbesitz der Stadt Oberhausen nun eine neue Bedeutung zu. Im Kabinett werden erste Werke vorgestellt. Die Gesamtpräsentation gibt Zeugnis von den alten und neuen Schätzen der Sammlung O.

 

Die Ausstellung wird gefördert von der Peter und Irene Ludwig Stiftung und dem WDR 3.

Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen ist eines der zwanzig RuhrKunstMuseen.

Der Kunstverein zu Gast in der LUDWIGGALERIE
4. Februar bis 22. April 2018

 

Comic und Kohle
In Kooperation mit den RuhrKunstMuseen

Mai bis 9. September 2018


STOFFWECHSEL
Die Ruhr-Chemie in der Fotografie
In Kooperation mit dem LVR-Industriemuseum Oberhausen

16. September 2018 bis 24. Februar 2019

Kontakt

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Konrad-Adenauer-Allee 46

46049 Oberhausen

Tel 0208 4124928

Fax 0208 4124913


ludwiggalerie@oberhausen.de