Großes Schloss



MORDILLO

The Very Optimistic Pessimist

24. September 2017 bis 7. Januar 2018

 

 

Wer kennt sie nicht, die wortlosen Knollennasen, die durch Mimik, Gestik und Interaktion mit ihrem Umfeld so viel zu erzählen wissen. Guillermo Mordillo, 1932 in Buenos Aires geboren, setzt seine kugeligen Figuren seit Jahrzehnten pointiert ins Bild und fächert ein buntes Spektrum an Themen dabei auf: Menschen mit ihren kleinen Besonderheiten werden liebevoll in Szene gesetzt, die Liebe mit ihren Irrungen und Wirrungen, Tiere mit menschlichen Eigenschaften, Fußball und Golf sowie politische Motive finden Einzug in die oft surrealen Welten des Zeichners.

 

Nicht vordergründig und doch schnell erfassbar laden seine liebenswürdigen Protagonisten zum Schmunzeln ein und lassen ebenso oft eine tiefere inhaltliche Bedeutung erkennen. In seinen Bildern bringt er nicht nur ungleiche Dinge auf surreale Art und Weise in Einklang, sondern lässt seine Figuren mit Leichtigkeit die großen und kleinen Hindernisse des Alltags meistern. Frei nach seinem Ausspruch „Humor ist der Geist, der inmitten des ewigen Lebenstanzes Pirouetten dreht“, verkehrt Mordillo mit eben diesem Humor Weltschmerz und Melancholie in Gegensätzliches und bietet den Betrachtern dadurch die Möglichkeit, dem Pessimismus des Alltags mit Optimismus entgegenzutreten. In seinen oft zugleich tiefgründigen wie lustigen Zeichnungen erzählt er immer wieder kleine Geschichten aus dem Leben und kommt dabei ganz ohne Worte aus.

 

Über 150 seiner selten gezeigten Originale sind in der Ausstellung vereint und geben Einblick in das Werk des international tätigen und mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Künstlers. Ergänzt wird die Ausstellung durch hochwertige Druckgrafik und eine umfassende Darstellung der Biografie Mordillos. Bilder aus Schaffensphasen in Buenos Aires, Lima, New York, Paris und Monaco bieten einen Überblick über sein vielfältiges Werk. Erste humoristische Zeichnungen aus seiner Zeit als Werbegrafiker und Illustrator zeugen von einem frühen Talent und der Fähigkeit zur visuellen Kommunikation.

 

Zum ersten Mal seit 25 Jahren zeigt eine umfassende Ausstellung in einem deutschen Museum eine retrospektive Auswahl seiner Originale. Neben einigen Schwarz-Weiß-Zeichnungen aus den frühen Jahren halten vor allem zahlreiche aktuelle bunte Bildwelten Einzug in die LUDWIGGALERIE. Dschungel, einsame Insel, Piratenschiff und Großstadt warten darauf entdeckt zu werden!

 

 

In Kooperation mit dem Karikaturmuseum Krems und Guillermo Mordillo.

 

Die Ausstellung wird gefördert durch die Peter und Irene Ludwig Stiftung und WDR 3.

Kleines Schloss




Die Sammlung O.

Alte und neue Schätze aus dem Kunstbesitz der Stadt Oberhausen und:

Der Nachlass von Rudolf Holtappel

8. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018

 

 

Die ungewöhnliche und heterogene Sammlung der ehemals Städtischen Galerie setzt sich sowohl aus erlesenen grafischen Blättern, als auch Gemälden und Kleinskulpturen vom Mittelalter bis heute zusammen. Dabei spiegelt der hiesige Kunstbesitz ein Stück der Sammlungsgeschichte und der Sammlungsmöglichkeiten des (industriellen) Ruhrgebiets in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts wider. Als erste Galerie im Revier nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 eröffnet, wird die Sammlung durch Erwerbungen der Museumsdirektoren geprägt und durch Schenkungen bereichert. Große Namen wie Hans Arp und Picasso begegnen hier Künstlern aus der Region und verweisen, gekonnt in Szene gesetzt, auf die Vielfalt der Sammlung.

 

Seit 1963 beherbergt die städtische Sammlung einen bedeutenden Teil aus dem Nachlass des Kölner Sammlers Kasimir Hagen. Auch die Sammlung Rolf Jäger ging als Schenkung in den Oberhausener Kunstbesitz auf. In der vergleichsweise kurzen Sammlungsgeschichte wurde für die Stadt Oberhausen eine durchmischte Kollektion zusammengetragen, die Hochwertiges und Kurioses vereint. Es ist die zeitliche und mediale Breite, die diesen Bestand sehenswert macht.

 

In den letzten Jahren konnte die Sammlung durch die Unterstützung des Freundeskreises der LUDWIGGALERIE und durch private Patenschaften erweitert und ergänzt werden. Auch Restaurierungen waren durch dieses Engagement möglich. Durch den jüngst erworbenen Nachlass des Oberhausener Fotografen Rudolf Holtappel kommt dem Kunstbesitz der Stadt Oberhausen nun eine neue Bedeutung zu. Im Kabinett werden erste Werke vorgestellt. Die Gesamtpräsentation gibt Zeugnis von den alten und neuen Schätzen der Sammlung O.

 

Die Ausstellung wird gefördert von der Peter und Irene Ludwig Stiftung und dem WDR 3.

 

Kontakt

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